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Allgemeine Informationen über Art.1

Gleichbehandlung für alle
Art.1 [sprich: Artikel 1] ist der Landesverband gegen Diskriminierung. In diesem Verband haben lokale und regionale Antidiskriminierungsbüros (ADBs) und das ehemalige Landesbüro zur Bekämpfung von Rassendiskriminierung (LBR) ihre Kräfte und Kompetenz vereint, um einander im Bereich der Bekämpfung von Diskriminierung zu unterstützen und zu stärken. Die Mitglieder von Art.1 sind die ADBs. Das nationale Kompetenzzentrum wird vom ehemaligen LBR gebildet.

Damit ist in den Niederlanden eine für Europa einzigartige Infrastruktur zur Verhinderung und Bekämpfung von Diskriminierung aus allen Gründen (Geschlecht, Hautfarbe, Alter, Behinderung, religiöse Anschauung, sexuelle Veranlagung usw.) entstanden. Mit den ADBs als Mitgliedern und dem ehemaligen LBR als Landesbüro ermöglicht Art.1 eine bessere Abstimmung der überregionalen und regionalen Maßnahmen. Außerdem strebt Art.1 nach einer landesweit vollständigen Deckung durch die ADBs, sodass sich alle Bürgerinnen und Bürger mit einer Beschwerde oder Frage an ein Büro in ihrem Wohnort oder in ihrer Region wenden können.

Das nationale Kompetenzzentrum unterstützt die Mitglieder bei deren Tätigkeiten und erfüllt die Rolle eines Expertenzentrums. Die Mitglieder bieten auf regionaler und überregionaler Ebene unter anderem Unterstützung und Beratung bei Beschwerden, sie organisieren Projekte, sie klären auf und sie registrieren Beschwerden und Berichte über Diskriminierung.

Aufgaben des nationalen Kompetenzzentrum Art.1
Das Angebot des Landesbüros besteht unter anderem aus Rechtsberatung, politischen Empfehlungen, Aufklärung, Kursen, Trainings, Projekten für Schulen und einem Dokumentationszentrum.

Zu den Hauptaufgaben des nationalen Kompetenzzentrums gehören:

• Registrierung und Monitoring von Diskriminierung in den Niederlanden;
• Beeinflussung der Politik und Regelungen von Behörden und anderen wichtigen Parteien;
• Förderung der Wehrhaftigkeit und der sozialen Kohäsion;
• Stimulierung und Instandhaltung eines landesweit deckenden Netzwerks zur Diskriminierungsbekämpfung;
• Förderung der Sachkenntnis der ADBs und Kenntnisvermittlung an diese.

Internationale Aufgaben
Art.1 arbeitet im Rahmen internationaler Menschenrechtsabkommen, die auch die niederländische Politik und die niederländischen Regelungen im Bereich der Diskriminierungsbekämpfung mitbestimmen. Diese Abkommen sind unter anderem Artikel 13 des Europäischen Vertrages, das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form der Rassendiskriminierung, und CEDAW, ein Übereinkommen das den Staat zu geschlechtsspezifischen Maßnahmen verpflichtet. Art.1 übt Einfluss auf internationale Entwicklungen aus, durch Beratung, Forschung, Lobbyismus und Teilnahme am Europäischen Netzwerk gegen Rassismus (ENAR).

Ansicht
Art.1 arbeitet von der Ansicht aus, dass Menschen mit all ihren Unterschieden gleichwertig sind und dass sie gegen Diskriminierung geschützt werden müssen. Diskriminierung ist verletzend und kann besonders stark in ein Menschenleben eingreifen. Achtung und Schutz von Menschenwürde und Respekt werden von Art.1 ganz groß geschrieben.

Kurze Geschichte des Landesbüros Art.1
Mitte der achtziger Jahre erfuhr Rassismus eine Wiederauflebung. Rechtsextremistische politische Parteien wie die Zentrumpartei (CP), die Zentrumdemokraten (CD) und die Niederländische Volksunion (NVU) bekamen immer mehr Anhang. Zur Bekämpfung dieser Entwicklung wurden viele Aktionsgemeinschaften und Beratungsgremien gegründet. Viele lokale Initiativen entwickelten sich zu Antidiskriminierungsbüros und Meldestellen für Diskriminierungsbeschwerden.

Drei überregionale Organisationen, die Anti-Diskriminierungsberatung (ADO, Beratungsgremium und Expertisezentrum in den Bereichen Imagebildung und Medien), das Anti-Rassismus Informationszentrum (ARiC) und das Landesbüro zur Bekämpfung von Rassendiskriminierung (LBR, auf Gesetzgebung spezialisiert) vereinten 1999 ihre Kräfte und Kenntnis, um sich gemeinsam auf politische Empfehlungen, Forschung und Aufklärung über Rassismusbekämpfung auszurichten. Die neue Organisation wurde unter dem Namen des LBR fortgeführt.

In Beratungen zwischen lokalen und regionalen ADBs und dem LBR entstand die Initiative zur Gründung eines Landesverbandes gegen Diskriminierung. Dann hat das Justizministerium die Initiative umarmt und zur Ermöglichung der Verbandsgründung beigetragen. Da das LBR bereits mit den überregionalen Aufgaben belastet war, lag es auf der Hand, dass diese Organisation das Landesbüro bilden würde. Am 1. Januar 2007 wurde der neue Verband Realität. Am 23. April 2007 machte er seinen Namen bekannt: Art.1.

Artikel 1 des Niederländischen Grundgesetzes
"Alle, die sich in den Niederlanden aufhalten, werden in gleichen Fällen gleich behandelt. Niemand darf wegen seiner religiösen, weltanschaulichen oder politischen Anschauungen, seiner Rasse, seines Geschlechtes oder aus anderen Gründen diskriminiert werden."

Adresse
Art.1
Grotekerkplein 5
3011 GC Rotterdam

Telefon: 0031-(0)10 - 201 02 01
Internet: www.art1.nl
E-mail